14. Februar 1925 45° – 15°, schön.

— 8½–9h im Park. — Von Dr. Oppel (K.= OJ 13/10, [27]): Geld wurde nicht eingesandt, doch bleibt es dabei, daß es vom Verlag nicht ehrlich ist, keine Notiz von der Anmeldung zu nehmen. — Von Roth (K.): wurde nicht bezahlt! — Von Dr. Baumgarten; (Br.= OC 52/688): die Antwort von an die der U.-E.: sie will zwischen Abonnement u. Einzelheft nicht unterschieden haben. — An Fl. (K.= OJ 8/4, [35]): bitte um die Bestätigung des erlegten Geldes. — An Frl. Elias, Dr. Brünauer, Dr. Weisse (K.): Bitte um die Bestätigung. — An Roth (K.): bitte um die Bestätigung des erlegten Geldes. — bitte die Bestellungen zu vollziehen u. mir das Ergebnis mitzuteilen. — Von den Drei Masken (Br.= OC 54/23): senden das Mozart-Jahrbuch II als Vorlage für Form, Schrift u. Ausstattung. — An die Drei Masken (Br.= OC 54/24): bestätige den Empfang des Mozart-Buches u. ersuche um Fraktursatz u. Vertrag. — ½2h bei Maaß: erfahren, daß vom 10. Heft 700 Exemplare gedruckt wurden, von den ersten Heften 800 – 1000 Stück. — Lose: 160000 Kronen. — 1 Um 6h erscheinen Dr. Weisse u. Frau; er zeigt ein gebundenes Exemplar des Tonwille ; habe zwar keine Bestätigung, steht aber dafür ein, daß er selbst unter dem Titel Abonnement für 10 x 4 {2785} Hefte das Geld erlegt habe u. gleich ihm 25 weitere Abonnenten. Einer seiner Schüler erzählt aus dem Seminar von einem Zuruf Prof. Fischers an Adler: Sie können nicht folgen!, was sich Adler mit heftiger Gebärde verbittet; es ging um eine Darstellung von Variationen im Sinne der von Weisse empfangenen Belehrungen. Warburg erzählt, er habe Korngold auf einer Autofahrt mitgehabt; er sprach von mir als von einer Macht, fügte aber hinzu: Aber Sie sehen, mein Sohn ist auch ohne das ein Genie geworden. Ein anderer Schüler Weisses begegnet in Bozen einen Apotheker namens Luzerna u. erkennt in ihm einen begeisterten Musikfreund; er macht sich näher mit ihm bekannt u. erzählt von Dr. Weisse. Dieser macht sich das Vergnügen, dem Apotheker die Tonwille-Hefte zukommen zu lassen – in einem Dankschreiben fragt der Apotheker, ob ich identisch sei mit jenem Herrn, den er vor vielen Jahren in Gesellschaft Gelbers 2 in Bozen gesehen u. gehört habe! Frl. Elias kommt in Weisses Anwesenheit u. bringt die Bestätigung des Abonnements von 7 Heften. Dr. Weisse erzählt noch von seinen Unannehmlichkeiten mit Hertzka; er will das soeben fertiggestellte Sextett in Deutschland anbringen. — Nach dem Essen Diktat des Vortrags zum Edur-Präludium. 3

© Transcription Marko Deisinger.

February 14, 1925 45° – 15°, nice.

— 8:30–9:00 in the park. — From Dr. Oppel (postcard= OJ 13/10, [27]): no money has been sent in, but it is still true that it is dishonest of the publishing house to take no notice of the registration. — From Roth (postcard): was not paid! — From Dr. Baumgarten; (letter= OC 52/688): the response from UE: they say they did not distinguish between subscriptions and individual issues. — To Floriz (postcard= OJ 8/4, [35]): I ask him for a confirmation of the money paid. — To Miss Elias, Dr. Brünauer, Dr. Weisse (postcards): I ask them for confirmation. — To Roth (postcard): I ask him for a confirmation of the money paid. — I ask him to complete the orders and let me know the results. — From Drei Masken (letter= OC 54/23): they send [me] the Mozart Yearbook II as a model for form, text and general design. — To Drei Masken (letter= OC 54/24): I confirm receipt of the Mozart book and ask for Gothic type and a contract. — 1:30 at Maaß: we learn that 700 copies of the tenth issues were printed, and 800 to 1,000 of the first issues. — Lottery tickets: 160,000 Kronen. — 1 Dr. Weisse and his wife appear at 6:00; he shows me a bound copy of Der Tonwille; although he does not have confirmation, he asserts that he himself paid the money for 10 x 4 issues as a subscription {2785} and twenty-five further subscribers just like him. One of his students recounts something from the institute, about how Professor Fischer called out to Adler: "You cannot follow!" which Adler, with great gesticulation, refused to tolerate; it had to do with an interpretation of variations in the spirit of the teaching Weisse received. Warburg tells [Weisse] that he had Korngold on a car trip; he spoke of me as a force, but added: But you see, my son has become a genius even without that. Another student of Weisse encounters a pharmacist named Luzerna in Bolzano and recognizes in him an enthusiastic friend of music; he gets to know him better and tells him about Dr. Weisse. The latter finds enjoyment in having issues of Der Tonwille sent to the pharmacist – in a letter of thanks, the pharmacist asks whether I am the same man whom he saw and heard many years ago in the company of Gelber 2 in Bolzano! Miss Elias turns up while Weisse is present and brings the confirmation of a subscription for seven issues. Dr. Weisse also tells [me] about his unpleasantnesses with Hertzka; he wants to introduce the just finished sextet in Germany. — After the meal, dictation of the "Performance" section to the Prelude in E major. 3

© Translation Scott Witmer.

14. Februar 1925 45° – 15°, schön.

— 8½–9h im Park. — Von Dr. Oppel (K.= OJ 13/10, [27]): Geld wurde nicht eingesandt, doch bleibt es dabei, daß es vom Verlag nicht ehrlich ist, keine Notiz von der Anmeldung zu nehmen. — Von Roth (K.): wurde nicht bezahlt! — Von Dr. Baumgarten; (Br.= OC 52/688): die Antwort von an die der U.-E.: sie will zwischen Abonnement u. Einzelheft nicht unterschieden haben. — An Fl. (K.= OJ 8/4, [35]): bitte um die Bestätigung des erlegten Geldes. — An Frl. Elias, Dr. Brünauer, Dr. Weisse (K.): Bitte um die Bestätigung. — An Roth (K.): bitte um die Bestätigung des erlegten Geldes. — bitte die Bestellungen zu vollziehen u. mir das Ergebnis mitzuteilen. — Von den Drei Masken (Br.= OC 54/23): senden das Mozart-Jahrbuch II als Vorlage für Form, Schrift u. Ausstattung. — An die Drei Masken (Br.= OC 54/24): bestätige den Empfang des Mozart-Buches u. ersuche um Fraktursatz u. Vertrag. — ½2h bei Maaß: erfahren, daß vom 10. Heft 700 Exemplare gedruckt wurden, von den ersten Heften 800 – 1000 Stück. — Lose: 160000 Kronen. — 1 Um 6h erscheinen Dr. Weisse u. Frau; er zeigt ein gebundenes Exemplar des Tonwille ; habe zwar keine Bestätigung, steht aber dafür ein, daß er selbst unter dem Titel Abonnement für 10 x 4 {2785} Hefte das Geld erlegt habe u. gleich ihm 25 weitere Abonnenten. Einer seiner Schüler erzählt aus dem Seminar von einem Zuruf Prof. Fischers an Adler: Sie können nicht folgen!, was sich Adler mit heftiger Gebärde verbittet; es ging um eine Darstellung von Variationen im Sinne der von Weisse empfangenen Belehrungen. Warburg erzählt, er habe Korngold auf einer Autofahrt mitgehabt; er sprach von mir als von einer Macht, fügte aber hinzu: Aber Sie sehen, mein Sohn ist auch ohne das ein Genie geworden. Ein anderer Schüler Weisses begegnet in Bozen einen Apotheker namens Luzerna u. erkennt in ihm einen begeisterten Musikfreund; er macht sich näher mit ihm bekannt u. erzählt von Dr. Weisse. Dieser macht sich das Vergnügen, dem Apotheker die Tonwille-Hefte zukommen zu lassen – in einem Dankschreiben fragt der Apotheker, ob ich identisch sei mit jenem Herrn, den er vor vielen Jahren in Gesellschaft Gelbers 2 in Bozen gesehen u. gehört habe! Frl. Elias kommt in Weisses Anwesenheit u. bringt die Bestätigung des Abonnements von 7 Heften. Dr. Weisse erzählt noch von seinen Unannehmlichkeiten mit Hertzka; er will das soeben fertiggestellte Sextett in Deutschland anbringen. — Nach dem Essen Diktat des Vortrags zum Edur-Präludium. 3

© Transcription Marko Deisinger.

February 14, 1925 45° – 15°, nice.

— 8:30–9:00 in the park. — From Dr. Oppel (postcard= OJ 13/10, [27]): no money has been sent in, but it is still true that it is dishonest of the publishing house to take no notice of the registration. — From Roth (postcard): was not paid! — From Dr. Baumgarten; (letter= OC 52/688): the response from UE: they say they did not distinguish between subscriptions and individual issues. — To Floriz (postcard= OJ 8/4, [35]): I ask him for a confirmation of the money paid. — To Miss Elias, Dr. Brünauer, Dr. Weisse (postcards): I ask them for confirmation. — To Roth (postcard): I ask him for a confirmation of the money paid. — I ask him to complete the orders and let me know the results. — From Drei Masken (letter= OC 54/23): they send [me] the Mozart Yearbook II as a model for form, text and general design. — To Drei Masken (letter= OC 54/24): I confirm receipt of the Mozart book and ask for Gothic type and a contract. — 1:30 at Maaß: we learn that 700 copies of the tenth issues were printed, and 800 to 1,000 of the first issues. — Lottery tickets: 160,000 Kronen. — 1 Dr. Weisse and his wife appear at 6:00; he shows me a bound copy of Der Tonwille; although he does not have confirmation, he asserts that he himself paid the money for 10 x 4 issues as a subscription {2785} and twenty-five further subscribers just like him. One of his students recounts something from the institute, about how Professor Fischer called out to Adler: "You cannot follow!" which Adler, with great gesticulation, refused to tolerate; it had to do with an interpretation of variations in the spirit of the teaching Weisse received. Warburg tells [Weisse] that he had Korngold on a car trip; he spoke of me as a force, but added: But you see, my son has become a genius even without that. Another student of Weisse encounters a pharmacist named Luzerna in Bolzano and recognizes in him an enthusiastic friend of music; he gets to know him better and tells him about Dr. Weisse. The latter finds enjoyment in having issues of Der Tonwille sent to the pharmacist – in a letter of thanks, the pharmacist asks whether I am the same man whom he saw and heard many years ago in the company of Gelber 2 in Bolzano! Miss Elias turns up while Weisse is present and brings the confirmation of a subscription for seven issues. Dr. Weisse also tells [me] about his unpleasantnesses with Hertzka; he wants to introduce the just finished sextet in Germany. — After the meal, dictation of the "Performance" section to the Prelude in E major. 3

© Translation Scott Witmer.

Footnotes

1 Jeanette inserts an emdash at this point, then continues without paragraph-break.

2 This refers either to Adolf or Ludwig Gelber.

3 "Joh. S. Bach: Sechs Sonaten für Violine. Partita III (E-dur), Präludio," Das Meisterwerk in der Musik, vol. I (1925), pp. 84–85; Eng. transl., pp. 46.