21. XI. 14

Brief von der Tante mit Angaben der künftigen Wohnung der Mama; diesbezüglich Brief {779} an den Hausherrn mit Angabe.

*

Die Steuerbehörde meldet die 2. Rate der Personal-Einkommensteuer an, offenbar durch meine Willigkeit punkto der Erwerbsteuer verlockt; doch soll ihr das noch teuer zu stehen kommen.

*

Von den Kriegsschauplätzen überaus günstige Nachrichten; 1 es wird immer klarer, obgleich es nicht allzu deutlich ausgesprochen werden dürfte, daß zum zweitenmale Oesterreich für Deutschland im treuesten Sinne eintritt, indem es nördlich u. westlich von Krakau die schlesische Grenze deckt, um Hindenburg die Abwehr an der ost-preussischen Grenze möglich zu machen. Denn möglicherweise hätte der Einbruch in Schlesien den Russen gelingen können, auch wenn sie gleichzeitig nach Königsberg gezogen wären. Dies war also der Sinn des Rückzuges unserer Armee, die freiwillig eine Position aufgegeben hat, die mit großen Opfern erkauft worden war. Dieses Opfer schließt aber zugleich das beste Dokument auch einer Zuversicht in sich ein; denn unmöglich würde Deutschland ein solches Opfer gefordert haben, wenn es nicht des Sieges sicher gewesen wäre für den Preis des Opfers, wie auch andererseits Oesterreich sich zu dem Opfer nicht bereit erklärt hätte, wenn es nicht die volle Zuversicht trüge, es glänzend wett zu machen. 2

Peinlich ist dabei die Unzulänglichkeit des Volkes zu sehen bei der Beurteilung solcher Situationen; um nur wenig zu erwähnen: das Volk kann nicht begreifen, daß, so groß auch die Uebermacht der Russen an sich sein mag, sie lange nicht groß genug ist, um gegen zwei prächtige, geistig überlegene Armeen von etwa 3–4 Millionen gleichzeitig zwei außerordentliche schwierige Ziele verfolgen zu können, nämlich zugleich nach Wien u. Berlin zu marschieren. Eine Armee, die solche Ziele vereinen wollte, müßte mindestens zehnfach überlegen sein, was aber in Wirklichkeit nicht der Fall ist. Daraus ergibt sich aber weiter, daß die Verfolgung auch nur des einen Zieles auf unüberwindliche Schwierigkeiten stößt, bei denen die Uebermacht der russischen Armee keine Rolle spielt. Denn wie sollte sie nach Wien gelangen, wenn sie nicht gerade die volle Uebermacht ausschließlich nur gegen Oesterreich einsetzt? Ließe das aber die preussische Armee zu? Und umgekehrt, wollten die {780} Russen nach Berlin ziehen u. dort ihre Uebermacht einsetzen, würde das die oesterreichische Armee zulassen? Man sieht, wie immer man es dreht u. wendet wird es auch künftighin den Russen unmöglich bleiben, zu erreichen, was sie möchten, selbst wenn sie wüßten, was sie wollen.

Ferner bekundet die Ungeduld des Volkes eine ungewöhnliche Niedrigkeit der Gesinnung gegenüber staatlichen Machtfaktoren gerade in dem Augenblick, da sich diese anschicken, ihre Bestimmung aufs glänzendste zu erfüllen. Man sage nur einem Bürger, er solle die Zeugung eines Kindes vor aller Oeffentlichkeit, vor Zeitungen vornehmen, – man sage ihm nur, er solle auch nur seine Geldgebahrung [sic] vor der Oeffentlichkeit ausbreiten oder sonst sein sexuales oder geistiges Leben an die Oeffentlichkeit zu ziehen erlauben u. man wird seinen vollen Wiederstand, der auch gerechtfertigt ist, erleben. Aber kaum ist die Sphäre seines Egoismus überschritten, wird der Bürger stumpf wie ein Tier u. erweist sich ohne Fühler für allgemeine Interessen, obgleich in diesen seine eigenen wohl am besten eingeschlossen sind! Wie leicht müßte ihm fallen zu begreifen, daß man Schlachtpläne ebensowenig wie Zeugungspläne an die Oeffentlichkeit bringen kann u. doch, gerade das Unmögliche verlangt er, so daß die Generale wiederholt durch Zeitungsorgane das Volk zu rügen in die Lage kommen. Schade nur, daß sie dem Volk das auch nicht besser erklären u. es in die Grenzen verweisen.

*

Nachmittags Spaziergang bei schönstem Wetter in die Umgebung des Arsenals, wo wir verschiedene u. abwechslungsreiche militärische Bilder zu sehen bekommen. —Auf dem Rückweg treten wir eigens in den Bankverein um zu ersuchen, daß mein Name von der Zeichnungsliste fernbleibe u. zu unserer Ueberraschung erfahren wir, daß der Name ja nur über eigenen Wunsch der Partei in die Oeffentlichkeit gelangt. Was sind nun alle Kriege u. alle Opfer wert, so lange die Menschen selbst glänzend verzinste Anleihen unter dem Titel von Opfern nur dann hergeben, wenn obendrein ein Lohn auch ihrer Eitelkeit winkt! Und welche Moral enthüllt auch sonst die Zeichnungsliste! Millionen um Millionen in Händen obscurer Menschen, die jederzeit zurücktreten könnten, um die Wirkung blos ihren Geldern zu überlassen. Als man die Millionen rief zu freiwilliger Mobilisierung – sie kamen nicht; nun kommen sie, doch immer nur ein ganz bescheidener {781} Bruchteil, um auch Zinsen für ihre Opfer einzustecken. Man nenne nun eine noch edlere Aufgabe wie die Erziehung der Menschheit durch Kunst u. Wissenschaft u. man begreift, daß die Millionen sich wieder verkriechen u. die Reichen sich als Bettler melden. Ja, die Künstler müßten einmal die Idee des Staates nachahmen u. mit 5½ % alle Gelder verzinsen, die Reichen für Kunst u. Wissenschaft auszulegen gesonnen sind; nur so könnte man die Teilnahme des verschwindenden Bruchteiles immerhin erzwingen. Daß die Kunst die für sie verwendeten Gelder noch besser verzinst, als 5½ % es ausdrücken, dazu reicht der Verstand der Reichen, deren Hirn ja nur das Geld ist, durchaus nicht hin.

*

© Transcription Marko Deisinger.

November 21, 1914.

Letter from my aunt, with information about my mother's future accommodation; in respect of this, a letter {779} to the housemaster, with information.

*

The tax authorities give notice of the second installment of my personal income tax, apparently enticed by my willingness with regard to the income tax; yet that will still cost them too dearly.

*

From the battlefields, thoroughly favorable news; 1 it is becoming increasingly clear, although one may not say so aloud too plainly, that Austria is interceding for Germany in the truest sense for the second time, by covering the Silesian border north and west of Krakow in order to enable Hindenburg to set up defenses on the east Prussian border. For possibly the Russians could have succeeded in breaking into Silesia, even if at the same time they were marching towards Königsberg. This, then, was the purpose of the retreat of our army, which voluntarily gave up a position that had been won with great sacrifice. This sacrifice, however, represents at the same time the strongest document also of a trust; for it would have been impossible for Germany to demand such a sacrifice if it were not sure of a victory at the expense of the sacrifice, as, conversely, Austria would not have declared itself prepared to make the sacrifice if it did not have the complete confidence in make it splendidly redeemable. 2

It is disconcerting to see the inadequacy of the people in judging such situations. To mention just a few things: the people cannot understand that, as great as the superiority of the Russian forces may be, it is by no means great enough to pursue two extremely difficult goals against two spiritually superior armies of about three or four million soldiers simultaneously, namely to march towards Vienna and Berlin. An army that wished to unify such goals would have to be at least ten times larger, something which in reality is not the case. From this, however, it follows further that the pursuit of even the one goal will encounter insurmountable difficulties, in which the superior [numbers] of the Russian army play no part. For how can it reach Vienna if it cannot deploy its full superiority exclusively against Austria? Would the Prussian army permit it? And, conversely, if the {780} Russians were to head towards Berlin and assert their superiority there, would the Austrian army allow it? One sees, however one looks at it, it will even in future be impossible for the Russians to achieve what they want, even if they knew what they wanted.

In addition, the people's impatience expresses an unusually base mentality with respect to the powers of government precisely in the moment that they set about fulfilling their assignment in the most resplendent way. Suppose one says to a citizen that he should undertake the procreation of a child in full public view, with newspaper coverage, or that he should disseminate the management of his finances in public, or otherwise permit his sexual or intellectual life to attract public interest; one will then encounter his complete opposition, which is also justified. But hardly is the sphere of his egoism exceeded than the citizen becomes as stupid as an animal and reveals himself to be without sensory organs for general interests, even though his own are probably best intertwined in them! How easy it ought to be for him to understand that one cannot bring battle plans into public view any more than plans for procreation; and yet it is precisely the impossible that he demands, so that the generals repeatedly put themselves in the position of rebuking the people through the newspapers. It is just a pity that they are unable to explain this better to the people and put them in their place.

*

In the afternoon, a walk in the most beautiful weather in the vicinity of the Arsenal, where we get to see various and diverse military representations. —On the way home we intentionally go into the bank society to request that my name be omitted from the subscriber list; and to our surprise we learn that one's name is published only if the party so requests. Of what value, then, are all wars and all sacrifices so long as the people offer their interest-bearing bonds, which reflect on themselves, in the name of sacrifice, if a reward moreover nods at their vanity! And what sort of morality is otherwise revealed by the list of subscribers! Millions upon millions in the hands of obscure people, who could withdraw at any time in order merely to let their money make its effect. When the millions were summoned to voluntary mobilization, they did not arrive; now they come, yet still only a very modest {781} fraction, also in order to pocket the interest on their sacrifices. One can now name an even nobler obligation, such as the education of humanity through art and science, and one realizes that the millions once again hide themselves away and the rich announce themselves as beggars. Indeed, the artists ought once imitate the idea of the state and tax at 5½% all the money that the rich are minded to spend on art and science; only in this way could one nonetheless enforce the participation of the disappearing fraction. That art offers an even better return for the expended money than is expressed by 5½% is something that the intellect of the rich, whose brain is composed only of money, can in no way comprehend.

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© Translation William Drabkin.

21. XI. 14

Brief von der Tante mit Angaben der künftigen Wohnung der Mama; diesbezüglich Brief {779} an den Hausherrn mit Angabe.

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Die Steuerbehörde meldet die 2. Rate der Personal-Einkommensteuer an, offenbar durch meine Willigkeit punkto der Erwerbsteuer verlockt; doch soll ihr das noch teuer zu stehen kommen.

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Von den Kriegsschauplätzen überaus günstige Nachrichten; 1 es wird immer klarer, obgleich es nicht allzu deutlich ausgesprochen werden dürfte, daß zum zweitenmale Oesterreich für Deutschland im treuesten Sinne eintritt, indem es nördlich u. westlich von Krakau die schlesische Grenze deckt, um Hindenburg die Abwehr an der ost-preussischen Grenze möglich zu machen. Denn möglicherweise hätte der Einbruch in Schlesien den Russen gelingen können, auch wenn sie gleichzeitig nach Königsberg gezogen wären. Dies war also der Sinn des Rückzuges unserer Armee, die freiwillig eine Position aufgegeben hat, die mit großen Opfern erkauft worden war. Dieses Opfer schließt aber zugleich das beste Dokument auch einer Zuversicht in sich ein; denn unmöglich würde Deutschland ein solches Opfer gefordert haben, wenn es nicht des Sieges sicher gewesen wäre für den Preis des Opfers, wie auch andererseits Oesterreich sich zu dem Opfer nicht bereit erklärt hätte, wenn es nicht die volle Zuversicht trüge, es glänzend wett zu machen. 2

Peinlich ist dabei die Unzulänglichkeit des Volkes zu sehen bei der Beurteilung solcher Situationen; um nur wenig zu erwähnen: das Volk kann nicht begreifen, daß, so groß auch die Uebermacht der Russen an sich sein mag, sie lange nicht groß genug ist, um gegen zwei prächtige, geistig überlegene Armeen von etwa 3–4 Millionen gleichzeitig zwei außerordentliche schwierige Ziele verfolgen zu können, nämlich zugleich nach Wien u. Berlin zu marschieren. Eine Armee, die solche Ziele vereinen wollte, müßte mindestens zehnfach überlegen sein, was aber in Wirklichkeit nicht der Fall ist. Daraus ergibt sich aber weiter, daß die Verfolgung auch nur des einen Zieles auf unüberwindliche Schwierigkeiten stößt, bei denen die Uebermacht der russischen Armee keine Rolle spielt. Denn wie sollte sie nach Wien gelangen, wenn sie nicht gerade die volle Uebermacht ausschließlich nur gegen Oesterreich einsetzt? Ließe das aber die preussische Armee zu? Und umgekehrt, wollten die {780} Russen nach Berlin ziehen u. dort ihre Uebermacht einsetzen, würde das die oesterreichische Armee zulassen? Man sieht, wie immer man es dreht u. wendet wird es auch künftighin den Russen unmöglich bleiben, zu erreichen, was sie möchten, selbst wenn sie wüßten, was sie wollen.

Ferner bekundet die Ungeduld des Volkes eine ungewöhnliche Niedrigkeit der Gesinnung gegenüber staatlichen Machtfaktoren gerade in dem Augenblick, da sich diese anschicken, ihre Bestimmung aufs glänzendste zu erfüllen. Man sage nur einem Bürger, er solle die Zeugung eines Kindes vor aller Oeffentlichkeit, vor Zeitungen vornehmen, – man sage ihm nur, er solle auch nur seine Geldgebahrung [sic] vor der Oeffentlichkeit ausbreiten oder sonst sein sexuales oder geistiges Leben an die Oeffentlichkeit zu ziehen erlauben u. man wird seinen vollen Wiederstand, der auch gerechtfertigt ist, erleben. Aber kaum ist die Sphäre seines Egoismus überschritten, wird der Bürger stumpf wie ein Tier u. erweist sich ohne Fühler für allgemeine Interessen, obgleich in diesen seine eigenen wohl am besten eingeschlossen sind! Wie leicht müßte ihm fallen zu begreifen, daß man Schlachtpläne ebensowenig wie Zeugungspläne an die Oeffentlichkeit bringen kann u. doch, gerade das Unmögliche verlangt er, so daß die Generale wiederholt durch Zeitungsorgane das Volk zu rügen in die Lage kommen. Schade nur, daß sie dem Volk das auch nicht besser erklären u. es in die Grenzen verweisen.

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Nachmittags Spaziergang bei schönstem Wetter in die Umgebung des Arsenals, wo wir verschiedene u. abwechslungsreiche militärische Bilder zu sehen bekommen. —Auf dem Rückweg treten wir eigens in den Bankverein um zu ersuchen, daß mein Name von der Zeichnungsliste fernbleibe u. zu unserer Ueberraschung erfahren wir, daß der Name ja nur über eigenen Wunsch der Partei in die Oeffentlichkeit gelangt. Was sind nun alle Kriege u. alle Opfer wert, so lange die Menschen selbst glänzend verzinste Anleihen unter dem Titel von Opfern nur dann hergeben, wenn obendrein ein Lohn auch ihrer Eitelkeit winkt! Und welche Moral enthüllt auch sonst die Zeichnungsliste! Millionen um Millionen in Händen obscurer Menschen, die jederzeit zurücktreten könnten, um die Wirkung blos ihren Geldern zu überlassen. Als man die Millionen rief zu freiwilliger Mobilisierung – sie kamen nicht; nun kommen sie, doch immer nur ein ganz bescheidener {781} Bruchteil, um auch Zinsen für ihre Opfer einzustecken. Man nenne nun eine noch edlere Aufgabe wie die Erziehung der Menschheit durch Kunst u. Wissenschaft u. man begreift, daß die Millionen sich wieder verkriechen u. die Reichen sich als Bettler melden. Ja, die Künstler müßten einmal die Idee des Staates nachahmen u. mit 5½ % alle Gelder verzinsen, die Reichen für Kunst u. Wissenschaft auszulegen gesonnen sind; nur so könnte man die Teilnahme des verschwindenden Bruchteiles immerhin erzwingen. Daß die Kunst die für sie verwendeten Gelder noch besser verzinst, als 5½ % es ausdrücken, dazu reicht der Verstand der Reichen, deren Hirn ja nur das Geld ist, durchaus nicht hin.

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© Transcription Marko Deisinger.

November 21, 1914.

Letter from my aunt, with information about my mother's future accommodation; in respect of this, a letter {779} to the housemaster, with information.

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The tax authorities give notice of the second installment of my personal income tax, apparently enticed by my willingness with regard to the income tax; yet that will still cost them too dearly.

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From the battlefields, thoroughly favorable news; 1 it is becoming increasingly clear, although one may not say so aloud too plainly, that Austria is interceding for Germany in the truest sense for the second time, by covering the Silesian border north and west of Krakow in order to enable Hindenburg to set up defenses on the east Prussian border. For possibly the Russians could have succeeded in breaking into Silesia, even if at the same time they were marching towards Königsberg. This, then, was the purpose of the retreat of our army, which voluntarily gave up a position that had been won with great sacrifice. This sacrifice, however, represents at the same time the strongest document also of a trust; for it would have been impossible for Germany to demand such a sacrifice if it were not sure of a victory at the expense of the sacrifice, as, conversely, Austria would not have declared itself prepared to make the sacrifice if it did not have the complete confidence in make it splendidly redeemable. 2

It is disconcerting to see the inadequacy of the people in judging such situations. To mention just a few things: the people cannot understand that, as great as the superiority of the Russian forces may be, it is by no means great enough to pursue two extremely difficult goals against two spiritually superior armies of about three or four million soldiers simultaneously, namely to march towards Vienna and Berlin. An army that wished to unify such goals would have to be at least ten times larger, something which in reality is not the case. From this, however, it follows further that the pursuit of even the one goal will encounter insurmountable difficulties, in which the superior [numbers] of the Russian army play no part. For how can it reach Vienna if it cannot deploy its full superiority exclusively against Austria? Would the Prussian army permit it? And, conversely, if the {780} Russians were to head towards Berlin and assert their superiority there, would the Austrian army allow it? One sees, however one looks at it, it will even in future be impossible for the Russians to achieve what they want, even if they knew what they wanted.

In addition, the people's impatience expresses an unusually base mentality with respect to the powers of government precisely in the moment that they set about fulfilling their assignment in the most resplendent way. Suppose one says to a citizen that he should undertake the procreation of a child in full public view, with newspaper coverage, or that he should disseminate the management of his finances in public, or otherwise permit his sexual or intellectual life to attract public interest; one will then encounter his complete opposition, which is also justified. But hardly is the sphere of his egoism exceeded than the citizen becomes as stupid as an animal and reveals himself to be without sensory organs for general interests, even though his own are probably best intertwined in them! How easy it ought to be for him to understand that one cannot bring battle plans into public view any more than plans for procreation; and yet it is precisely the impossible that he demands, so that the generals repeatedly put themselves in the position of rebuking the people through the newspapers. It is just a pity that they are unable to explain this better to the people and put them in their place.

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In the afternoon, a walk in the most beautiful weather in the vicinity of the Arsenal, where we get to see various and diverse military representations. —On the way home we intentionally go into the bank society to request that my name be omitted from the subscriber list; and to our surprise we learn that one's name is published only if the party so requests. Of what value, then, are all wars and all sacrifices so long as the people offer their interest-bearing bonds, which reflect on themselves, in the name of sacrifice, if a reward moreover nods at their vanity! And what sort of morality is otherwise revealed by the list of subscribers! Millions upon millions in the hands of obscure people, who could withdraw at any time in order merely to let their money make its effect. When the millions were summoned to voluntary mobilization, they did not arrive; now they come, yet still only a very modest {781} fraction, also in order to pocket the interest on their sacrifices. One can now name an even nobler obligation, such as the education of humanity through art and science, and one realizes that the millions once again hide themselves away and the rich announce themselves as beggars. Indeed, the artists ought once imitate the idea of the state and tax at 5½% all the money that the rich are minded to spend on art and science; only in this way could one nonetheless enforce the participation of the disappearing fraction. That art offers an even better return for the expended money than is expressed by 5½% is something that the intellect of the rich, whose brain is composed only of money, can in no way comprehend.

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© Translation William Drabkin.

Footnotes

1 "Die große Schlacht in Polen am dritten Tage," Neue Freie Presse, No. 18048, November 21, 1914, morning edition, p. 1. "Schwere Verluste der Russen vor Przemysl. Die verbündeten Armeen in Polen überall erfolgreich. – Wachsende Zahl der Gefangenen," Neues Wiener Journal, No. 7570, 22nd year, November 21, 1914, p. 1.

2 Schenker's assessment of the military situation is incorrect. The retreat of the Austro-Hungarian troops from Russian Poland, and from the largest part of Galicia, was not voluntary but something forced on them by the Russians, who were victorious in several battles (Gnila Lipa, Rawa, Lemberg).