9. XII.

Floriz erscheint mit Frau im Gasthaus. Irrtümlicherweise scheint er eine Karte von mir als Aufforderung zum Besuch aufgefaßt zu haben u. im Bewußtsein so manches an mir u. Lie-Liechen begangenen Unrechtes beeilte er sich, mit uns zu Tisch zu essengehen. Freilich gebrauchte er eine Ausrede, u. zw. eine ungeschickte Einteilung der Stunden, die ihn dazu genötigt habe. Diese Ausrede ist aber umso kindischer, als ja schon die allernächste Zeit ihre Unstichhaltigkeit erweisen könnte.
Bei dieser Gelegenheit teilt er mir mit, daß mein Schüler Dr. Br. einem Violinlehrer, den er für sein Töchterchen u. zw. zu einem billigen Preise engagieren wollte, mitgeteilt hat, er zahle mir etwa 6 oder 8 Kr. für die Stunde. Diese Finte, d. i. die Herabsetzung meiner Person um selbst ein Geschäft zu machen, hat ihm freilich nichts genützt u. denr Schaden, den er mir selbst zu bereiten drohte[,] wurde durch Fl. insofern gut gemacht, als er dem Violinlehrer über die wahre Höhe des Honorars Aufklärung gab. {291} Nach Tisch ins Caféhaus; dort Debatte, in der ich es darauf abgesehen habe, die Lügen zweier Mädchen zu entlarven. Fl. freilich hatte die Lüge seiner Schwester zu decken u. da diese organisch mit der Lüge des Frl. P. zusammenhängt, so mußte er notwendigerweise die zur heuchlerischen Konstruktion greifen, Frl. P. hätte mindestens ein specifisch weibliches Recht auf den Irrtum gehabt. Ich dagegen durchschaute sofort, daß Floriz die Wahrheit nun vertraut ist, daß er sie aber nicht aussprechen kann u. daher beschied ich mich wiederholt zu erklären, daß möglicherweise sonst Frauen in solchen Fällen das Recht auf Irrtum haben, in diesem vorliegenden Falle aber das Frl. P. sicher nicht die geringste Hoffnung empfand. Ich erklärte, daß das Fräulein nachträglich Scham über ihre unberechtigte Haltung empfand u. um sich nicht so unvornehm vorzukommen als sie tatsächlich war, zog sie aus einer mindestens drei oder vier Jahre zurückligenden [sic] [sic] Epoche das Argument hervor, das sie (fälschlicherweise) als Ursache der späteren Haltung ausgab. Daß dazwischen mehrere Jahre lagen, in denen ihre Haltung in Wort u. Schrift u. Zeugnisse anderer Personen die Tatsache bestätigen konnten, daß sie der nachträglich geltendgemachten Einbildung niemals gefröhnt [sic] hat, war Floriz nicht einzusehen bereit, trotz der Eindringlichkeit der Argumente, nur weil zugleich die Lüge seiner Schwester aufgekommen ist, die meine Heftigkeit u. nicht die eingeträufelte Lüge des Frl. P. als die angeblich wahre Ursache der Entfremdung angab. Er selbst gieng [sic] zu weit, die Brüder des Fräuleins zu beschuldigen; sie hatten niemals das Recht anders zu verfahren, als sie verfahren haben. Eben ein Beweis mehr für das nachträgliche Hervorholen eines Arguments, an das Frl. P. selbst niemals glaubte.
Es kommt darin eben die Art unvornehmer Menschen zum Ausdruck, die nach verübter Unvornehmheit den Katzenjammer so erledi- {292} gen, daß sie Gründe konstruieren, um derentwillen die Unvornehmheit dennoch als Vornehmheit betrachtet werden sollte. Eines bleibt klar, daß, wenn nicht Florizens Schwester mit einer eigenen Unvornehmheit an der Sache beteiligt wäre, Fl. selbst der Erste wäre, mir zu bestätigen, daß Frl. P. niemals daran glaubte, was sie dennoch geglaubt zu haben nachträglich vorgab. Unter den Kronzeugen wäre er der energischeste gewesen.
An seiner Stelle hätte ich freilich anders gehandelt; ich hätte meine Schwester bestraft und zwangsweise zur Abbitte angehalten, denn es ereignet sich das Groteske, daß zwei Jungfrauen sich gleichsam dafür rächen, daß ich die eine – verschont habe. Da ich eben nobler war als meine Freunde u. Geschlechtsgenossen in solchem Falle zu sein pflegen, so wird das Unnoble – Fleisch von ihrem Fleische – geradezu reklamirt, wenn ein Vorwurf gegen mich wegen versäumten Verhältnisses erhoben wird. Ja, das Fräulein hätte es lieber gesehen, wenn ich es aus dem Jungfernstande erlöst u. ihr meinetwegen auch eine Tragödie bereitet hätte! Es wäre dann mindestens ein Erlebnis gewesen. Nun ist sie um ein solches gekommen u. das höhere Erlebnis vermag sie nicht zu würdigen.

*

Lie-Liechen hat, von dunklen Blutwellen getrieben, die Frage außerdem mit einer angeblich rein technischen [Frage] „an sich“ verquickt. Sie hatte Besorgnis, ob ich nicht aus Mitleid oder Güte wieder einmal zu einem ähnlichen Schritte mich hinreißen lassen könnte. Und trotzdem diese Frage plötzlich an diesem Tage diskutiert wurde, konnte sie nicht begreifen, daß man von einer solchen Debatte nicht gut sagen könne, sie gelte blos einer Erörterung „an sich“.
Kurz u. gut, die Verlegenheit Fl. wegen der Schwester u. die Besorgnis {293} Lie-Liechens wegen des prinzipiellen Standpunktes machten die Debatte verworren, während ich mit aller Klarheit das Resultat dahin zusammenfaßte: Ich anerkenne keine Debatte „an sich“, da ich nur Situationen kenne. Ferner: mag die weibliche Psyche wie immer beschaffen sein, – die Kunde von ihr ist mir vertrauter, als irgend einem Menschen, – so erkläre ich pro futuro, daß im vorliegenden Falle blos eine Gemeinheit gegen ihr besseres Wissen begangen hat. Damit wollte ich zugleich auch erklären, daß ich auch die Grenzen des Mitleids sehr wohl kenne u. dieses niemals soweit treibe, daß es dem bemitleideten Wesen Schaden zufügen könnte. Im Falle P. wußte ich eben kraft der Situation nur zu gut, daß ein Schaden nach ihrer eigenen Auffassung gar nicht vorliegen konnte.
Was wäre es denn doch auch für ein törichtes Mitleid, aus Mitleid Schaden zu stiften!

*

© Transcription Marko Deisinger.

December 9.

Floriz appears with his wife at the restaurant. By mistake, he seems to have understood a postcard from me to mean an invitation to visit; and, being conscious of the many wrongs done to me and Lie-Liechen, he hastened to sit down to lunch with us. Of course he used an excuse for necessitating his doing so, in this case an awkward arrangement of his lesson times. This excuse was all the more childish, since already the near future could prove its fallaciousness.
On this occasion he communicates to me that my pupil Dr. Brünauer, who wished to engage a violin teacher for his little daughter – and indeed for a cheap price – told him that he was paying me 6 or 8 kronen per hour. This trick, i.e. the lowering of my esteem in order to make a deal for himself, has admittedly been of no use to him; and the damage that he threatened to inflict upon me was put right by Floriz, in that he informed the violin teacher of the true amount of my lesson fee.
{291} After lunch, to the coffee house; there [we had] an argument, in which I refrained from unmasking the lies of two young ladies. Floriz, of course, had to cover up the lies of his sister, and as these were closely bound up with the lie of Miss P., he inevitably reached for the hypocritical construction; Miss P. had, at the very least, a peculiarly feminine right to this error. But I immediately saw that Floriz understands the truth of the matter, yet is unable to express it. Therefore, I decided to explain repeatedly that it is possible that women in such cases have a right to be in error, but that in this particular case Miss P. surely did not feel the slightest hope. I explained that the young lady was subsequently ashamed of her unjustified behavior, and in order not to appear as dishonorable as she actually was, she invoked the argument from an earlier time, from at least three or four years in the past, which she (falsely) gave as the reason for her subsequent behavior. That several years intervened, during which her behavior, in speech and writing, and in the testimony of other persons, could confirm the fact that she had never indulged in the subsequently alleged delusion, was something that Floriz was not prepared to accept, in spite of the convincingness of the arguments, only because his sister’s lie had become apparent at the same time – a lie which gave my vehemence, not the lie introduced by Miss P., as apparently the true cause of our alienation. He himself went too far in blaming the lady’s brothers; they never had the right to behave differently from the way in which they behaved. Even that is proof of the subsequent introduction of an argument which Miss P. herself never believed.
Expressed therein is even the type of dishonorable person who, after perpetrating their dishonest act, deal with their hangover {292} by constructing arguments in which their sordid behavior will nonetheless be seen as nobleness. One thing remains clear: if Floriz’s sister had not participated in the matter in her own dishonest way, then Floriz would be the first to confirm to me that Miss P. never believed what she nonetheless subsequently pretended to believe. He would have been the most enthusiastic of the state’s witnesses.
Were I in his position, I would certainly have behaved differently. I would have rebuked my sister and compelled her to apologize. Then, the grotesque arises that two maidens retaliate on account of my having – reprieved – one of them. Since I was actually nobler than my friends and other men would ordinarily have been in such a situation, the ignoble – flesh of their flesh – is virtually reclaimed if a criticism is raised against me on account of a missed affair. Indeed, the young lady would have preferred me to deliver her of her virginity and, for all I know, even to prepare a tragedy for her! It would at least have been an experience. Now she is spared such a thing, and she is not capable of appreciating the higher experience.

*

Lie-Liechen, driven by dark waves of blood, mixed up this question, moreover, with a purely technical one, "in principle." She was concerned lest I, out of sympathy or goodness, could let myself get carried away and take a similar step again. And despite the fact that this question was suddenly discussed on this day, she could not understand that one cannot simply say about such a debate that it is merely a discussion "in principle."
In a nutshell: Floriz’s embarrassment with respect to his sister, and {293} Lie-Liechen’s concern on a point of principle, made the debate confusing; whereas I, with all clarity, summarized the result as follows: I recognize no debate "in principle" since I know only situations. Further: however the feminine psyche is constituted – my knowledge of it is more intimate than that of any person; thus I explain, for the future, that in the present case she had merely committed an offence against her better judgment. In saying so I wanted likewise to explain that I also know the boundaries of sympathy very well, and would never push this so far that it could cause further harm to the person being pitied. In the case of Miss P., I knew only too well by virtue of the situation that an injury, as she herself understood it, could in no way exist. What a ridiculous sort of sympathy it would be to create damage from showing sympathy!

*

© Translation William Drabkin.

9. XII.

Floriz erscheint mit Frau im Gasthaus. Irrtümlicherweise scheint er eine Karte von mir als Aufforderung zum Besuch aufgefaßt zu haben u. im Bewußtsein so manches an mir u. Lie-Liechen begangenen Unrechtes beeilte er sich, mit uns zu Tisch zu essengehen. Freilich gebrauchte er eine Ausrede, u. zw. eine ungeschickte Einteilung der Stunden, die ihn dazu genötigt habe. Diese Ausrede ist aber umso kindischer, als ja schon die allernächste Zeit ihre Unstichhaltigkeit erweisen könnte.
Bei dieser Gelegenheit teilt er mir mit, daß mein Schüler Dr. Br. einem Violinlehrer, den er für sein Töchterchen u. zw. zu einem billigen Preise engagieren wollte, mitgeteilt hat, er zahle mir etwa 6 oder 8 Kr. für die Stunde. Diese Finte, d. i. die Herabsetzung meiner Person um selbst ein Geschäft zu machen, hat ihm freilich nichts genützt u. denr Schaden, den er mir selbst zu bereiten drohte[,] wurde durch Fl. insofern gut gemacht, als er dem Violinlehrer über die wahre Höhe des Honorars Aufklärung gab. {291} Nach Tisch ins Caféhaus; dort Debatte, in der ich es darauf abgesehen habe, die Lügen zweier Mädchen zu entlarven. Fl. freilich hatte die Lüge seiner Schwester zu decken u. da diese organisch mit der Lüge des Frl. P. zusammenhängt, so mußte er notwendigerweise die zur heuchlerischen Konstruktion greifen, Frl. P. hätte mindestens ein specifisch weibliches Recht auf den Irrtum gehabt. Ich dagegen durchschaute sofort, daß Floriz die Wahrheit nun vertraut ist, daß er sie aber nicht aussprechen kann u. daher beschied ich mich wiederholt zu erklären, daß möglicherweise sonst Frauen in solchen Fällen das Recht auf Irrtum haben, in diesem vorliegenden Falle aber das Frl. P. sicher nicht die geringste Hoffnung empfand. Ich erklärte, daß das Fräulein nachträglich Scham über ihre unberechtigte Haltung empfand u. um sich nicht so unvornehm vorzukommen als sie tatsächlich war, zog sie aus einer mindestens drei oder vier Jahre zurückligenden [sic] [sic] Epoche das Argument hervor, das sie (fälschlicherweise) als Ursache der späteren Haltung ausgab. Daß dazwischen mehrere Jahre lagen, in denen ihre Haltung in Wort u. Schrift u. Zeugnisse anderer Personen die Tatsache bestätigen konnten, daß sie der nachträglich geltendgemachten Einbildung niemals gefröhnt [sic] hat, war Floriz nicht einzusehen bereit, trotz der Eindringlichkeit der Argumente, nur weil zugleich die Lüge seiner Schwester aufgekommen ist, die meine Heftigkeit u. nicht die eingeträufelte Lüge des Frl. P. als die angeblich wahre Ursache der Entfremdung angab. Er selbst gieng [sic] zu weit, die Brüder des Fräuleins zu beschuldigen; sie hatten niemals das Recht anders zu verfahren, als sie verfahren haben. Eben ein Beweis mehr für das nachträgliche Hervorholen eines Arguments, an das Frl. P. selbst niemals glaubte.
Es kommt darin eben die Art unvornehmer Menschen zum Ausdruck, die nach verübter Unvornehmheit den Katzenjammer so erledi- {292} gen, daß sie Gründe konstruieren, um derentwillen die Unvornehmheit dennoch als Vornehmheit betrachtet werden sollte. Eines bleibt klar, daß, wenn nicht Florizens Schwester mit einer eigenen Unvornehmheit an der Sache beteiligt wäre, Fl. selbst der Erste wäre, mir zu bestätigen, daß Frl. P. niemals daran glaubte, was sie dennoch geglaubt zu haben nachträglich vorgab. Unter den Kronzeugen wäre er der energischeste gewesen.
An seiner Stelle hätte ich freilich anders gehandelt; ich hätte meine Schwester bestraft und zwangsweise zur Abbitte angehalten, denn es ereignet sich das Groteske, daß zwei Jungfrauen sich gleichsam dafür rächen, daß ich die eine – verschont habe. Da ich eben nobler war als meine Freunde u. Geschlechtsgenossen in solchem Falle zu sein pflegen, so wird das Unnoble – Fleisch von ihrem Fleische – geradezu reklamirt, wenn ein Vorwurf gegen mich wegen versäumten Verhältnisses erhoben wird. Ja, das Fräulein hätte es lieber gesehen, wenn ich es aus dem Jungfernstande erlöst u. ihr meinetwegen auch eine Tragödie bereitet hätte! Es wäre dann mindestens ein Erlebnis gewesen. Nun ist sie um ein solches gekommen u. das höhere Erlebnis vermag sie nicht zu würdigen.

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Lie-Liechen hat, von dunklen Blutwellen getrieben, die Frage außerdem mit einer angeblich rein technischen [Frage] „an sich“ verquickt. Sie hatte Besorgnis, ob ich nicht aus Mitleid oder Güte wieder einmal zu einem ähnlichen Schritte mich hinreißen lassen könnte. Und trotzdem diese Frage plötzlich an diesem Tage diskutiert wurde, konnte sie nicht begreifen, daß man von einer solchen Debatte nicht gut sagen könne, sie gelte blos einer Erörterung „an sich“.
Kurz u. gut, die Verlegenheit Fl. wegen der Schwester u. die Besorgnis {293} Lie-Liechens wegen des prinzipiellen Standpunktes machten die Debatte verworren, während ich mit aller Klarheit das Resultat dahin zusammenfaßte: Ich anerkenne keine Debatte „an sich“, da ich nur Situationen kenne. Ferner: mag die weibliche Psyche wie immer beschaffen sein, – die Kunde von ihr ist mir vertrauter, als irgend einem Menschen, – so erkläre ich pro futuro, daß im vorliegenden Falle blos eine Gemeinheit gegen ihr besseres Wissen begangen hat. Damit wollte ich zugleich auch erklären, daß ich auch die Grenzen des Mitleids sehr wohl kenne u. dieses niemals soweit treibe, daß es dem bemitleideten Wesen Schaden zufügen könnte. Im Falle P. wußte ich eben kraft der Situation nur zu gut, daß ein Schaden nach ihrer eigenen Auffassung gar nicht vorliegen konnte.
Was wäre es denn doch auch für ein törichtes Mitleid, aus Mitleid Schaden zu stiften!

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© Transcription Marko Deisinger.

December 9.

Floriz appears with his wife at the restaurant. By mistake, he seems to have understood a postcard from me to mean an invitation to visit; and, being conscious of the many wrongs done to me and Lie-Liechen, he hastened to sit down to lunch with us. Of course he used an excuse for necessitating his doing so, in this case an awkward arrangement of his lesson times. This excuse was all the more childish, since already the near future could prove its fallaciousness.
On this occasion he communicates to me that my pupil Dr. Brünauer, who wished to engage a violin teacher for his little daughter – and indeed for a cheap price – told him that he was paying me 6 or 8 kronen per hour. This trick, i.e. the lowering of my esteem in order to make a deal for himself, has admittedly been of no use to him; and the damage that he threatened to inflict upon me was put right by Floriz, in that he informed the violin teacher of the true amount of my lesson fee.
{291} After lunch, to the coffee house; there [we had] an argument, in which I refrained from unmasking the lies of two young ladies. Floriz, of course, had to cover up the lies of his sister, and as these were closely bound up with the lie of Miss P., he inevitably reached for the hypocritical construction; Miss P. had, at the very least, a peculiarly feminine right to this error. But I immediately saw that Floriz understands the truth of the matter, yet is unable to express it. Therefore, I decided to explain repeatedly that it is possible that women in such cases have a right to be in error, but that in this particular case Miss P. surely did not feel the slightest hope. I explained that the young lady was subsequently ashamed of her unjustified behavior, and in order not to appear as dishonorable as she actually was, she invoked the argument from an earlier time, from at least three or four years in the past, which she (falsely) gave as the reason for her subsequent behavior. That several years intervened, during which her behavior, in speech and writing, and in the testimony of other persons, could confirm the fact that she had never indulged in the subsequently alleged delusion, was something that Floriz was not prepared to accept, in spite of the convincingness of the arguments, only because his sister’s lie had become apparent at the same time – a lie which gave my vehemence, not the lie introduced by Miss P., as apparently the true cause of our alienation. He himself went too far in blaming the lady’s brothers; they never had the right to behave differently from the way in which they behaved. Even that is proof of the subsequent introduction of an argument which Miss P. herself never believed.
Expressed therein is even the type of dishonorable person who, after perpetrating their dishonest act, deal with their hangover {292} by constructing arguments in which their sordid behavior will nonetheless be seen as nobleness. One thing remains clear: if Floriz’s sister had not participated in the matter in her own dishonest way, then Floriz would be the first to confirm to me that Miss P. never believed what she nonetheless subsequently pretended to believe. He would have been the most enthusiastic of the state’s witnesses.
Were I in his position, I would certainly have behaved differently. I would have rebuked my sister and compelled her to apologize. Then, the grotesque arises that two maidens retaliate on account of my having – reprieved – one of them. Since I was actually nobler than my friends and other men would ordinarily have been in such a situation, the ignoble – flesh of their flesh – is virtually reclaimed if a criticism is raised against me on account of a missed affair. Indeed, the young lady would have preferred me to deliver her of her virginity and, for all I know, even to prepare a tragedy for her! It would at least have been an experience. Now she is spared such a thing, and she is not capable of appreciating the higher experience.

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Lie-Liechen, driven by dark waves of blood, mixed up this question, moreover, with a purely technical one, "in principle." She was concerned lest I, out of sympathy or goodness, could let myself get carried away and take a similar step again. And despite the fact that this question was suddenly discussed on this day, she could not understand that one cannot simply say about such a debate that it is merely a discussion "in principle."
In a nutshell: Floriz’s embarrassment with respect to his sister, and {293} Lie-Liechen’s concern on a point of principle, made the debate confusing; whereas I, with all clarity, summarized the result as follows: I recognize no debate "in principle" since I know only situations. Further: however the feminine psyche is constituted – my knowledge of it is more intimate than that of any person; thus I explain, for the future, that in the present case she had merely committed an offence against her better judgment. In saying so I wanted likewise to explain that I also know the boundaries of sympathy very well, and would never push this so far that it could cause further harm to the person being pitied. In the case of Miss P., I knew only too well by virtue of the situation that an injury, as she herself understood it, could in no way exist. What a ridiculous sort of sympathy it would be to create damage from showing sympathy!

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© Translation William Drabkin.